März 2016: Ein Praktikant berichtet:

Liebe Frau Eisenblätter,

es schreibt Tobias Schröder, ich habe ja bei Ihnen in den letzten Wochen ein Praktikum gemacht in der Potsdamer Tafel. Gestern nun war mein letzter „Arbeitstag“ und ich schreibe Ihnen daher jetzt in zweierlei Anliegen.

Zum Einen möchte ich um einen Mitgliedsantrag bitten bei der Potsdamer Tafel.
Ich kann mich zwar nicht sehr stark praktisch mithelfen, möchte aber die Organisation mit einer Mitgliedschaft unterstützen. Können Sie mir deswegen bitte digital einen Mitgliedsantrag zusenden?

Weiterhin möchte ich Ihnen ein kurzes Feedback zu meiner Mitarbeit geben.
Ich habe ja nun in drei verschiedene Bereiche der Tafel-Arbeit Einblick nehmen können.
Vielen Dank, das Sie und ihre Mitarbeiter dies möglich gemacht haben.
Mir bleibt wohl am stärksten in Erinnerung mit welcher Hingabe und Leidenschaft ihre Mitarbeiter und Ehrenamtlichen aktiv dabei sind.
Freiwillig und unentgeltlich früh aufzustehen und Lebensmittel zusammenzufahren, mit seinen persönlichen Ressourcen (wie PKW) Material an- und abzuliefern, sich viele Stunden „ans Bein zu binden“ und in vergammelten Gemüse zu fassen, um es zu sortieren….
Das alles hat mich beeindruckt. Wieviel Freude doch bei diesen scheinbar „niederen“ Tätigkeiten zu tun ist.
Hier wird Hilfe an der Basis geleistet, wo Sie ganz praktisch gebraucht wird und oftmals ja auch überlebensnotwendig für die Bedürftigen ist.
Weiterhin habe ich festgestellt, dass die Arbeit professionell und organisiert abläuft. Es gibt koordinierte Teams, eine gute Infrastruktur und eigene Fahrzeuge. All‘ dies zeigt eine gute Koordination und auch Führung des Vereins.
Mir ist aufgefallen, dass in einem so großen Team von Mitarbeitern (es hieß, sie sind etwa 100 Ehrenamtliche) sich gar nicht alle handelnden Personen kennen. Dies ist schade… Ich möchte diesen Aspekt nicht zu negativ-kritisch auffallen lassen. Mir ist allerdings die Frage gekommen, ob es nicht Möglichkeiten gibt stärker noch ein Binnen- und Zusammengehörigkeitsgefühl bei den Mitarbeitern zu erreichen. Sicherlich tun Sie aber hier auch schon eine Menge.

Insgesamt schaue ich auf drei volle und angenehme Tage bei Ihnen zurück.
Gerne unterstütze ich die Arbeit der Potsdamer Tafel weiterhin mit einer Mitgliedschaft in ihrem Verein, oder aber zu anderen, ausgewählten Anlässen.
Schrecken Sie also nicht davor zurück, bei Bedarf mit mir Kontakt aufzunehmen.

Viele Grüße,

Bis bald.
Tobias Schröder.