Tafel Potsdam feierte
ihren 30. Geburtstag
Mit einer Festveranstaltung auf dem Falkenhof in den Ravensbergen hat die Tafel Potsdam e.V. ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert. Vor den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern zog Vorsitzender Johannes Wegener aus diesem Anlass eine Bilanz der vergangenen drei Jahrzehnte. Er erinnerte an die Gründung der Tafel „im Keller eines Ärztehauses in der Kurfürstenstraße“, bei der es zunächst einmal um die Idee ging, gute Lebensmittel nicht verkommen zu lassen. Daraus sei nach und nach mit Strategie und harter Arbeit eine feste soziale Institution entstanden, die man sich heute aus der Landeshauptstadt nicht mehr wegdenken könne. Wegner, der, wie auch Vize-Vorsitzender Ulrich Boyer, sein Amt in Kürze aufgeben wird, dankte allen Tafel-Mitarbeitern – vor allem aber den ehrenamtlichen: „Sie haben unentgeltlich das Wertvollste eingebracht, was der Mensch einbringen kann: seine freie Lebenszeit.“ Er selbst könne sich nunmehr mit gutem Gewissen verabschieden: Die Tafel funktioniere stabil, sei gut aufgestellt und werde weiter gebraucht.
Potsdams Sozialbeigeordnete Brigitte Meier nutzte die Veranstaltung, um der Tafel die Glückwünsche der Stadt zu überbringen, und verwies zugleich darauf, dass es „sehr mühselig“ sei, immer und immer wieder eine Grundsatzdiskussion darüber führen zu müssen, ob die Tafel eine sogenannte institutionelle Förderung – also eine dauerhafte Sicherheit – bekommen soll oder nicht. Meier versicherte, die ihr in Potsdam noch verbleibenden zehn Monate zu nutzen, um an diesem Thema dranzubleiben. Besonderen Respekt zollte sie dem Tafel-Team mit Blick auf die Bewältigung der Flüchtlingskrise 2015/2016, der Corona- Jahre und des Ansturms der Flüchtlinge aus der Ukraine. Bezüglich des Tafel-Standortes Drewitzer Straße verbreitete die Beigeordnete Zuversicht. An Erweiterungsmöglichkeiten werde hinter den Kulissen gearbeitet.
Vor der abschließenden Greifvogel-Flugschau würdigte Tafel-Geschäftsführerin Imke Georgiew die Vorstände Wegner und Boyer sowie weitere ehrenamtliche Mitarbeiter für ihren jahrelangen zuverlässigen Einsatz.
Foto: Ingo Henseke